" /> So setzen Sie Storytelling im E-Mail-Marketing ein | Wolke zwo Chemnitz

Warum brauche ich Storytelling im Marketing?

Ist Storytelling nur eine Modeerscheinung? Und was ist das überhaupt? Man könnte auch einfach „Geschichten erzählen“ sagen. Klingt aber nicht so cool. smile

Geschichten-Erzähler gab’s schon immer. Denn die Menschen lieben Geschichten. Das können wir uns auch in unserem Marketing zu Nutze machen. In Filmen und Videos gibt’s das schon eine ganze Weile. Aber auch beim Schreiben von Newslettern können wir Storytelling gut einsetzen.

Was ist Storytelling eigentlich?

Storytelling nennt man die Methode, bei der Informationen, Ideen, Produkte oder Dienstleistungen durch Geschichten vermittelt werden. Ziel ist es, dass die vermittelten Infos möglichst einfach und bildhaft präsentiert werden, damit sie langfristig im Gedächtnis bleiben.

Und warum?
Die Flut der täglich auf uns einströmenden Informationen wird ständig komplexer und gewaltiger. Immer mehr Produkte und Dienstleistungen kommen auf den Markt und buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Gleichzeitig ist aber unsere Aufnahmefähigkeit begrenzt.

Deshalb sollten wir im Marketing immer versuchen, die Infos so anschaulich wie möglich darzustellen, um das Interesse des potenziellen Kunden zu wecken und unser Produkt oder die Dienstleistung in deren  Gedächtnis zu verankern.

Was macht gutes Storytelling aus?

Eine gute Story aktiviert
Sie bringt Kunden dazu, sich mit meiner Leistung zu befassen, ihr Aufmerksamkeit zu schenken.

Eine gute Story emotionalisiert
Sie löst also starke Gefühle beim Kunden aus.

Eine gute Story begeistert
Sie sind begeistert von Ihren Produkten, Dienstleistungen oder Therapien? Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kunden sich genauso dafür begeistern.

Eine gute Story bindet
Große Firmen wie z.B. Apple oder Coca Cola  haben es mit perfektem Storytelling erreicht, dass sich die Kunden direkt mit ihrer Firmenphilosophie identifizieren.

Je besser also die Story die Leser aktiviert, emotionalisiert, begeistert und bindet, umso besser kann das Ziel erreicht werden: Bei den Kunden im Gedächtnis zu bleiben.

Wie sollte ich an Storytelling herangehen?

Zunächst ist es wichtig, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Wer gehört zu meiner Zielgruppe und welche Themen sind für diese Leute interessant?
  • Welche Geschichten passen überhaupt zu meinem Unternehmen?
  • Wie kann ich authentische Stories schreiben, die Emotionen bei meinen Kunden auslösen?

Welche Geschichten soll ich denn erzählen?

Es gibt verschiedene Geschichten-Typen, die Sie erzählen können. Hier sind einige Beispiele:

Ihre „Über mich“ oder „Über uns“ -Story

Hier erzählen Sie über sich, über Ihre Firma. Wie und warum Sie Ihr Business gegründet oder übernommen  haben, welche Wege (und auch Umwege) Sie gegangen sind. Sie können über lustige, emotionale oder prägende Erlebnisse und Ereignisse schreiben. In diesen Stories sollten Sie erzählen, wie Ihr Unternehmen zu dem geworden ist, was es heute ist. Und Sie können sich als Spezialist*in in Ihrer Branche positionieren.

Doch bitte keinen Lebenslauf schreiben.
„2010-Ausbildung zur Osteopathin abgeschlossen“. Das interessiert niemanden.
Aber: „Mit meiner Arbeit als Physiotherapeutin stieß ich bei manchen Krankheitsbildern schnell an Grenzen. Deshalb war ich von den Möglichkeiten und Techniken der Osteopathie so begeistert, dass ich eine 5-jährige Ausbildung zur Osteopathin absolvierte. “ Hört sich schon interessanter an.

Ihre „Visions“-Story

Im Gegensatz zu Ihrer Über-mich-Story, beschreiben Sie hier Ihre Visionen. Wie’s weitergehen soll, was Sie vorhaben.

„Wenn im nächsten Jahr unser neuer Anbau fertig ist, arbeiten alle Mitarbeiter in großzügigen, lichtdurchfluteten Räumen, an ergonomischen Arbeitsplätzen. Unsere Programmiererin Helen Martin freut sich besonders auf die neu entstehende, modern gestylte Cafeteria…“

Ihre „Kunden“-Stories

Hier schreiben Sie, welche Erfahrungen Ihre Kunden mit Ihren Dienstleistungen, Produkten oder Therapien gemacht haben.

Ein Qigong-Lehrer kann die Geschichte seiner Schülerin erzählen, die nach 3 Monaten Training die Anzahl ihre Blutdrucktabletten halbieren konnte.
Oder ein Produktionsbetrieb beschreibt, wie er durch seine Just-in-time-Lieferungen seinem Kunden helfen konnte, die Lagerkapazitäten zu reduzieren und Kosten zu sparen.

Diese Stories sind für die Neukundengewinnung sehr wichtig. Denn die Leute vergleichen sich: Aha, das Problem hab’ ich doch auch. Und dem anderen scheint ja die Methode/das Produkt geholfen zu haben.

Ihre „Was ich mache“-Story

Kennen Sie das? Sie sind bei einem Seminar oder einer neuen Networking-Runde und sollen sich kurz vorstellen.
„Ach herrje. Ich mach‘ so viel und dieses und jenes und dann hab’ ich auch noch Produkte…“ Und nach 10 Minuten sind die anderen alle eingeschlafen.

Deshalb sind Ihre „Was ich mache“-Stories so wichtig, damit Sie Aufmerksamkeit, Interesse und Sympathie wecken.
Ihre Story sollte kurz folgende Fragen beantworten:
– Was mache ich?
– Für wen ist meine Leistung/Therapie/Produkt geeignet? Welches Problem löst diese Leistung für den Kunden?
– Wieso braucht’s gerade Ihre Leistung? Was ist das Besondere?

Z.B.: „Wir bieten Kultur-Ausflüge für Senioren an. Mit unserem Minibus fahren wir wöchentlich in Museen, Schlösser oder zu interessanten Ausstellungen und Theateraufführungen. Das Angebot richtet sich an alle Senior*innen, die nicht zu Hause vor dem Fernseher vereinsamen wollen, sondern die Kultur und Kommunikation brauchen.“

Ihre „Produkt“-Story

Diese Story hört sich bei vielen so an:
„Das Gerät sendet Schallwellen aus, die in das Gewebe des Kunden eindringen.“ Oder:
„Ich biete auch Hausbesuche an.“
Laaaangweilig.

Deshalb sollten Sie in Ihrer Produkt-Story vor allem kommunizieren, was Ihr Kunde davon hat, wenn er Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung/Therapie in Anspruch nimmt, also:
„Durch die Schallwellen, die wir in Ihren Körper schicken, erreichen wir, dass ganz schmerzfrei und ohne Operation das Fettgewebe an den Problemzonen reduziert wird. Und dann machen Sie auch am Strand wieder eine gute Figur.“
„Durch meine Hausbesuche werden Sie gut versorgt, auch wenn Sie nicht mehr so mobil sind.“

Ihre „Medien“-Story

Haben Sie sich schon mal geärgert, dass über Ihren Konkurrenten dauernd in der Zeitung berichtet wird und über Sie nicht?

Vielleicht liegt es daran, dass er die besseren Stories schreibt. Denn eins ist klar: Kein Journalist will Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung vorstellen. Er will einfach eine gute Story erzählen, die den Leser interessiert. Und denken Sie nicht, dass das in Fachmagazinen keine Rolle spielt. Die Story entscheidet.

Welche Hürden haben Sie überwunden, um Ihre neue Dienstleistung anbieten zu können.
Wie hat es doch noch geklappt, pünktlich zu öffnen.
Wie haben Sie sich gefreut, als der große Blumenstrauß von einem dankbaren Kunden ankam.
Warum der Promi extra angereist ist, um Ihnen zur Auszeichnung „Managerin des Jahres“ zu gratulieren…

Ihre „Motivations“-Story

Die Leute wollen ja eigentlich immer nur das gleiche sehen, essen, hören, machen… Sie haben Angst vor Veränderung, ob privat oder beruflich.
Hier setzt nun die Motivations-Story an, die versucht, die Ängste zu nehmen, zum Nachdenken anzuregen und Vorteile und Visionen aufzuzeigen.

Sie könnten beschreiben, wie toll das Arbeiten in der Abteilung AB nun ist, nachdem Sie als Coach für Arbeitsplatzgestaltung alles umgekrempelt haben. Während bei der Abteilung XYZ noch immer die Schreibtische im Chaos versinken und viel Zeit mit nerviger Suche nach Unterlagen verplempert wird.

Fazit für Ihr Storytelling

Egal, welche Story Sie in Ihren E-mails und Newslettern auch schreiben. Sie sollte authentisch sein und den Focus darauf legen, was Ihre Leser interessiert.

Natürlich nimmt Storytelling einige Zeit in Anspruch. Lohnt sich aber. Denn mit Geschichten können Sie Ihre Botschaften und Infos so vermitteln, dass sie bei den Kunden im Gedächtnis bleiben.

Ein Marketing-Experte hat mal geschrieben:
„Menschen kaufen keine Waren und Dienstleistungen. Sie kaufen Beziehungen, Geschichten und Magie.“

Also: Schreiben Sie Geschichten.

 

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