" /> Hilfreiche Tipps, welche Papierarten Sie für den Druck brauchen

Welche Papierart wofür verwenden?

Erfahren Sie in diesem Blogartikel alles über:

  • Papierart (Bilderdruck, Offset, Affichen…)
  • Papierstärke (Was ist die „Grammatur“)
  • Mattes oder glänzendes Papier
  • Veredelungsmöglichkeiten für Ihre Drucksachen

Und wenn Sie keine Lust zum Lesen haben wink, sehen Sie sich einfach das Video hier an. Oder auf meinem Youtube-Kanal.

Die ist ein im geschützten Modus eingebundenes Video von Youtube. Hinweise dazu, wenn Sie dieses Video hier ansehen, finden Sie in meiner Datenschutzerklärung.

Die richtige Papiersorte für  den Druck finden

Ach du lieber Schreck!!!
Sie waren auf einer Onlinedruck-Seite und haben sich über die günstigen Preise gefreut. Aber dann sollten Sie auswählen, welche Ausführung Sie wollen.

Na ja, Format und Ausrichtung haben Sie gut hingekriegt. Aber dann: Offset oder Bilderdruck? 90 g/m² oder doch lieber 250 g/m²? Glanz oder doch eher matt? Mit Nutung oder ohne? UV-Lack?

Hier bringe ich etwas Licht ins Dunkel.

1. Papierart

  • Bilderdruckpapier

Bilderdruck Papier wird vor allem für Flyer, Broschüren, Kataloge, Visitenkarten und ähnliches verwendet. Denn hier kommen Farben und Kontraste besonders gut heraus. Es wirkt sehr hochwertig.

Matt oder glänzend?
Bei Bilderdruckpapier können Sie zwischen matt oder glänzender Ausführung wählen. Das matte Papier wirkt besonders edel, wohingegen das glänzende vor allem sehr leuchtende und brillante Farben darstellen kann.

Es ist aber auch nicht notwendig, hier eine Wissenschaft daraus zu machen. Manchmal ist das auch einfach bloß eine Geschmackssache.

  • Offsetpapiere

Offsetdruck-Papier ist ein weißes holzfreies Papier mit einer matten Oberfläche. Es ist beschreibbar, bestempelbar und bedruckbar. Daher ist es natürlich das ideale Papier vor allem für Büroanwendungen, also:

> Briefbögen, Schreibblöcke, Notizblöcke, Kuverts, Selbstdurchschreibesätze usw.
> Auch für Terminkarten oder Terminzettel
> Für alle Anwendungen, wo in das Produkt im Nachhinein noch etwas mit Hand hineingeschrieben werden muss oder bedruckt und gestempelt werden muss

  • Chromokarton

Ein sehr stabiler Karton, der sich durch hohe Widerstandsfähigkeit auszeichnet.

Er wird wegen der guten Stabilität für Produkte verwendet, die robust sein müssen, z.B. weil sie mit der Post verschickt oder viel in die Hand genommen werden.

Die Vorderseite ist mit Drucklack gestrichen und die Rückseite ist matt und beschreibbar.

Chromokarton eignet sich besonders für Produkte wie Präsentationsmappen, Postkarten, Klappkarten oder Terminkärtchen.

  • Recyclingpapier

Ein weißes, ressourcenschonendes Papier, das zu 100% aus Altpapier hergestellt wird und auch wieder gut recyclebar ist.

Die Lichtundurchlässigkeit ist sehr hoch, weshalb man es gut für beidseitigen Druck verwenden kann, ohne dass das Motiv der anderen Seite durchscheint.

Wie auch das Offsetpapier ist es ungestrichen, aber großporiger, so dass eine kontrastreichere Farbwidergabe möglich ist.

  • Papiere und Kartons – Edel Gerippt oder Edel Leinen

Dies sind beidseitig ungestrichene, matte und beschreibbare Kartons.

Diese Kartons mit leinenstrukturierter oder gerippter Oberfläche geben die Farben matt wieder und wirken elegant und edel.

Sie eignen sich für hochwertige Business-Cards genauso wie für besondere Flyer oder Klappkarten.

  • Affichen Plakatpapier

Geeignet ist dieses Papier vor allem für die kurz- und mittelfristige Plakatwerbung im Außenbereich, da Regentropfen einfach abperlen. Das Merkmal von Affichen-Plakatpapier ist die blaue Rückseite für eine bessere Lichtundurchlässigkeit, so dass der Untergrund nicht durchscheint.

Es lässt sich gut mit Plakatleim auf Pappen oder Hartfaserplatten aufkleben. Deshalb wird es oft für Eventwerbung z.B. an Straßenschildern und für Wahlplakate verwendet. Aber auch die Direktbeklebung an Plakatwänden und Litfaßsäulen funktioniert sehr gut.

  • Selbstdurchschreibe-Papier (für SD-Sätze oder Blocks)

Wer schon ein paar Jahre gelebt hat, erinnert sich noch an „Früher“, als Kopien noch mit Kohlepapier angefertigt wurden.

Heute geht das natürlich viel eleganter mit Durchschreibepapier. Es besteht aus einem Oberblatt in weiß und ein oder zwei verschiedenfarbigen Durchschlägen.

Verwendung finden die SD-Sätze überall dort, wo gleich vor Ort Kopien benötigt werden, z.B. für Protokolle, Quittungen, Abholscheine, Unfallberichte…

 

  • Haftfolien und Haftpapier

Wenn Ihre Botschaften und Hinweise irgendwo haften sollen, dann benötigen Sie Haftfolien oder Haftpapier.

> Für Aufkleber und Etiketten, die im Innenbereich Anwendung finden sollen, nehmen Sie Haftpapier. Zum Beispiel für Adressetiketten, oder für die Verklebung auf Prospekten, Computern, Ordnern, Promotion-Artikeln…

> Für den Außenbereich geeignet, sind Aufkleber aus Haftfolie. Auch für Bodenaufkleber verwenden Sie dieses Material.

 

  • Neonpapier

Neonpapier besitzt eine hohe Leuchtkraft und fluoriszierende Wirkung. Und wird deshalb vor allem für sehr auffällige Plakatwerbung eingesetzt.

Aber auch für Aufkleber und Etiketten, die besonders auffallen müssen, zum Beispiel für Warn- oder Sicherheitshinweise.

2. Die Papierstärke

Jetzt kommen wir zu der „ominösen“ Grammatur. Mit dieser wird die Papierstärke als Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben. 

Vereinfacht gesagt: Je höher der Wert, desto stärker das Papier.

Wenn Sie einfache Flyer drucken wollen, reicht meist 115 g/m² oder 135 g/m² Bilderdruck-Papier aus. Für Klappkarten sollten es schon  250 g/m² sein und für Visitenkarten 350 g/m². (siehe Tabelle unten)

Bitte beachten Sie: Wenn Sie stärkeres Papier falzen wollen, z.B. bei Klappkarten oder hochwertigen Falzflyern, sollten Sie eine Nutlinie einziehen lassen, damit die Falzung ordentlich aussieht.

3. Veredelung

Für einige Anwendungen ist es notwendig, Ihr Druckprodukt noch zu veredeln. Vor allem, wenn Sie besonders hochwertige Produkte und Dienstleistungen vertreiben, erwarten die Kunden auch eine hochwertige Ausführung Ihrer Außendarstellung.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie Sie Ihr Druckprodukt noch weiter veredeln können:

Papierveredelung mit UV-Lack oder partiellem UV-Lack
  • Cellophanierung

Hier wird das Druckprodukt mit einer hauchdünnen Folie in matt oder glänzend beschichtet. Dadurch wird es vor Kratzern und Feuchtigkeit geschützt und erhält eine zusätzliche Stabilität und optische Aufwertung. Zum Beispiel für Kundenkarten, Kalenderkärtchen, Flyer, Speisekarten u.ä. 

  • UV-Lackierung

Das ist ein modernes Veredelungsverfahren, welches die Hochwertigkeit Ihrer Druckprodukte unterstreicht, elegant und edel wirkt. Außerdem bietet diese Lackierung zusätzliche Stabilität und Wertbeständigkeit. Verwendung findet UV-Lack vor allem für hochglänzende Imagebroschüren, für Flyer oder Postkarten.

Partieller UV-Lack (UV-Spotlack)
Hierbei wird der UV-Lack nur auf bestimmte Bereiche Ihres Druckproduktes aufgetragen. Damit können Sie die visuelle Aufmerksamkeit auf bestimmte Elemente lenken und Wichtiges hervorheben.

Relieflack und Hochprägung
Dieser Effekt wird noch verstärkt durch das Auftragen eines Relief-Lacks oder eine Hochprägung. So erhalten Sie hochwertige und edle Druckprodukte für die besondere Anwendung.

 

Welche Papiersorte in welcher Papierstärke soll man denn nun wofür verwenden?

Dafür gibt’s natürlich wiedermal keine klare Antwort oder Regel. cry

> Als erstes sollten Sie sich fragen, welchen Zweck Ihr Druckprodukt erfüllen soll. Denn klar ist, dass man an einen Katalog für ein hochwertiges und teures Produkt andere Ansprüche stellt, als an einen Flyer für eine Massen-Postwurfsendung.

> Die zweite Frage ist, welches Budget Sie zur Verfügung haben. Denn natürlich sind hochwertige Papiere und Veredelungen preisintensiver als einfaches Papier.

> Mit anderen Worten: Es ist die Frage zu klären, ob Sie auch nur ein einziges Produkt mehr verkaufen oder einen Kunden mehr gewinnen, wenn Sie z.B. einen besonders hochwertigen Karton mit Hochprägung verwenden. Wenn die Antort „ja“ ist, dann sollten Sie das auch tun. Das ist meistens bei sehr preisintensiven Produkten oder Dienstleistungen der Fall.

Als kleine Hilfestellung habe ich hier mal eine Tabelle mit den am meisten verwendeten Papieren und Grammaturen zusammengestellt:

einseitig:
115 g/m² Bilderdruckpapier

beidseitig:
135 g/m² oder 170 g/m² Bilderdruckpapier

80 – 100 g/m² Offsetdruckpapier

300 – 400 g/m² Offsetdruckpapier

300 – 400 g/m² Bilderdruck

170 g/m² Bilderdruck

300 g/m² Bilderdruck oder
300 g/m² Chromokarton
Veredelung: Vorderseite Cellophanierung oder UV-Flächenlack

170 g/m² oder 250 g/m² Bilderdruckpapier (mit Nutung)
(Veredelung: Außenseiten mit Cellophanierung)

115 g/m² Innenseiten (Bilderdruck oder Offset)
170 g/m² Außenseiten (Bilderdruck)

135 g/m² Bilderdruckpapier, Umschlag: 170 g/m² Bilderdruckpapier
(Veredelung der Außenseiten mit UV-Flächenlack oder Spotlack)

250 – 350 g/m² Bilderdruckpapier oder
300 g/m² Chromokarton

115 g/m² Affichenpapier (außengeeignet) oder
135 g/m² Bilderdruckpapier oder
80 g/m² Neonpapier (rot, grün, gelb)

– für innen: Haftpapier weiß oder neon
– für innen und außen: Haftfolie
– für Bodenaufkleber: PVC-Folie
– für Schaufensterfolien u.ä.: PVC-Folie

Beratung und Gestaltung für Onlinedruck

Fazit: Jetzt wissen Sie (fast) alles über Papierarten. Und welche Papiersorten und Papierstärken Sie für Flyer, Visitenkarten & Co. benötigen

Wenn Sie’s gleich mal ausprobieren möchten: Hier kommen Sie zu meinem Wolke zwo Onlinedruck-Portal.

Die meistgekauften Produkte finden Sie gleich oben in der horizontalen Leiste. Für die vielen anderen Produkte klicken Sie einfach rechts oben auf die 3 schwarzen Striche.

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